Aber Vorsitzender Veneman fordert noch mehr Engagement aus den Heimatvereinen / E-Junioren in Topform

VON KLAUS TITZE - DEWEZET BAD PYRMONT - 29.09.2020

Im vergangenen Jahr noch ein erfolgreicher Start in ein verändertes Turnierprogramm mit altersgemischten Mannschaften, spannende Spiele in der Hallensaison, erstes Training auf den Außenplätzen und dann: Nichts mehr!

Von fast 100 runter auf null - kein Training mehr, kein Spielbetrieb. Corona stoppte auch die jüngsten Kicker in Bad Pyrmont.

„Als sich abzeichnete, dass dieser Stillstand nicht nach wenigen Wochen erledigt sein wird, mussten wir irgendwie die Kinder aus ihrer Inaktivität holen" , sagt Artjom Grincenko, Jugendkoordinator beim Bad Pyrmonter Jugend-Förderverein Union. Gemeinsam mit seinen Trainerkollegen entwickelten sie Ballübungen und Trainingseinheiten zur Verbesserung der Kondition. Zur Verdeutlichung zeichneten sie beispielhaft Übungen per Video auf und versendeten diese in Social-MediaChats an ihre Mannschaftsspieler.

„Ich habe auch meinen Sohn aktivieren können, der aktuell in der E-JuniorenMannschaft spielt. Er musste mit mir laufen, damit er fit blieb", lächelt der Trainer. Und die Zuwendung zahlte sich offensichtlich aus, denn aktuell eilen die jungen Himmelstürmer der Pyrmonter E-Junioren von Sieg zu Sieg. Auch ein Vorbereitungsspiel gegen ein Jugendteam von Hannover 96 wurde 6:5 gewonnen.

Die E1-Junioren Jahrgang 2010/20111 Ein starkes Team: Die erfolgreichen E-Junioren von Union Bad Pyrmont. FOTO: TITZE

Rund 130 Kinder und Jugendliche sind aktuell bei Union Bad Pyrmont aktiv. Davon spielen die A-Junioren unter der Leitung von Ralf Kleinschmidt und Bülent Sevgül in der Bezirksliga.

"Die 2012 erfolgte Vereinsgründung und das Zusammenführen sämtlicher fußballbegeisterten Kinder und Jugendspieler in einem Verein ist ein absolutes Erfolgsmodell", stellt der 1. Vorsitzende Jens Veneman, der sein Amt im Frühjahr 2021 aufgeben will, fest. "Die Vereine im Umkreis erhalten, wenn die jungen Aktiven altersbedingt aus der Unfon ausscheiden müssen, bestens ausgebildeten Nachwuchs für ihre eigenen Mannschaften", ergänzt der Vereinschef. Allerdings würde er sich dafür mehr Engagement aus den Heimatvereinen wünschen.

"Wir benötigen für die Jugendarbeit halt aktive Fußballer aus den Heimatvereinen, die sich für ihren späteren Nachwuchs einsetzen." Es gäbe sogar noch einen besonderen Anreiz aus der Union, denn Jugendkoordinator Grincenko organisiert auch die Fortbildung des Trainerkaders, was wiederum bedeutet, dass die Aktiven, die sich aus den Heimatvereinen um die Spieler kümmern, von der Union gefördert eine Trainerfortbildung erhalten können.

Bilder vom Leistungsvergleich unserer E1 mit den Junioren von Hannover 96